Campingplatz Journal
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Das Campingplatz - Journal

Praxistipps

Camping mit Hund - in der Natur wohlfühlen

Die Urlaubszeit rückt wieder näher und die Sehnsucht nach ein paar Tagen in einer fremden Umgebung, die mit allerlei Attraktionen oder schlicht mit Entspannung aufwartet, ist ungebremst. Gerade Hundebesitzer sehen dieser Zeit häufig mit einem weinenden und einem lachenden Auge entgegen, wenn der Hund Zuhause bleiben muss. Ein Ausweg aus diesem Dilemma kann das Camping sein.
Camping mit Hund - in der Natur wohlfühlen

Urlaub mit allen Familienmitgliedern

Der geliebte Vierbeiner ist mehr als ein Nutztier - ein Familienmitglied, das in der Urlaubszeit leider häufig zu Freunden, Verwandten oder sogar in die Tierpension gebracht wird. Die Sorge um das Wohl des eigenen Hundes und das Gefühl, als Familie nicht komplett zu sein, trüben die Urlaubsstimmung.

Bei Flug- oder Pauschalreisen gibt es jedoch meist keine andere Möglichkeit, denn in Hotels und vielen Ferienhäusern ist der Hund "persona non grata". Die Alternative ist eine Reise mit Auto oder Bahn und dem Abenteuer Camping. Denn auf Campingplätzen sind Hunde ein häufiger Anblick. Dennoch gilt es, einiges zu beachten, denn Camping mit Hund kann auch schwierig sein.

Für "Hunde verboten" - nicht das einzige Problem

Zunächst muss sichergestellt sein, dass in der Urlaubsregion auch ein Campingplatz vorhanden ist, der Hunden freundlich gegenübersteht. Dies kann von einem einfachen "Hunde sind erlaubt" bis hin zur Zusatzausstattung gehen.

Bedenken Sie bei einem Urlaub am Strand, dass Ihr Hund am Abend ein Fell voll von feinem Sand und Salz mitbringt. Dies führt nicht nur zu einer Sanddüne im Camper oder Zelt, sondern ist auch für Ihren Hund unangenehm. Eine Dusche würde die salzigen Rückstände wegwaschen. Schade nur, wenn Hunde im Waschraum verboten sind und es auch im Außenbereich keine extra Dusche gibt.

Dieses Problem werden Sie nicht nur bei einem Strandurlaub haben, denn Ähnliches gilt für matschige Pfoten oder schlimmstenfalls einen beherzten Sprung in einen übelriechenden Entwässerungskanal - alles schon vorgekommen, zumal wenn keine Dusche bereitsteht. 

Ein paar Grundüberlegungen - der Hund an sich

Camping mit Hund kann wirklich viel Freude bereiten. Auf dem Platz liegt der Hund friedlich vor dem Zelt oder Camper und genießt die frische Luft. Naturnahe Plätze bieten in den Randzonen abgelegene Stellplätze mit weniger Nachbarn und dafür mehr Platz zum Schnuppern.

Dennoch gilt für jeden Campingurlaub mit Hund: Nicht jeder Vierbeiner ist geeignet.

Ihr Hund sollte bei hohem Publikumsverkehr am Stellplatz nicht überreagieren. Manche Gesellen neigen zu Bellkonzerten oder versuchen, ihr neues Domizil regelrecht zu verteidigen - beides Eigenschaften, die auf einem Campingplatz zu Recht Ärger mit den Nachbarn bringen. Mit einem verträglichen, gut erzogenen Hund ist das Campen jedoch ein Vergnügen.

Mit Hund auf dem Campingplatz

Eine Campingreise bedarf per se einiger Vorüberlegungen. Kleidung für alle Wetter, Handtücher und natürlich die spezielle Campingausrüstung müssen gepackt und organisiert werden. Mit Hund wird der Aufwand noch einmal größer:
Während sich manche Vierbeiner schnell an neue Umgebungen gewöhnen, brauchen andere mehr Zeit und reagieren verunsichert, zurückhaltend, nervös oder schlimmstenfalls gereizt.

Bekannte Gegenstände von Zuhause können dies auch bei empfindlicheren Tieren mildern. Das bekannte Körbchen, das Lieblingsspielzeug und natürlich ganz viel gemeinsame Zeit sind hilfreich. Denken Sie auch an den Napf und das bekannte Futter, denn viele Hunde reagieren empfindlich auf Nahrungsumstellungen. Weiterhin brauchen Sie die Reiseapotheke für Ihren Liebling und bei Auslandsreisen den Heimtierausweis.

Darüber hinaus müssen Sie auch daran denken, wie Sie Ihren Hund direkt am Stellplatz halten. Leinenpflicht ist zwar ein unbeliebtes Wort, aber aus Rücksicht auf jedem Campingplatz angeraten.

Doch wo wird diese befestigt? Die Leine die ganze Zeit festzuhalten, ist keine Option und der kleine Campingtisch hält nicht einmal einen sprintenden Dackel zurück. Während dies mit dem Wohnwagen kein Problem ist, benötigt der Zeltreisende einen extra Pflock, an dem die Leine befestigt wird.

Eine längenverstellbare Leine hält den Liebling davon ab, in einem unbeobachteten Moment an Nachbars Zelt zu urinieren oder sich unbeliebte Beschäftigungsmöglichkeiten zu suchen.

Der Hund im Zelt - Obacht!

Während Camping mit Hund im Wohnwagen kein Problem ist, birgt das Zelt einige kritische Punkte. Zunächst einmal ist es hellhöriger, was den Hund verunsichern und zu vermehrter Wachsamkeit anregen kann. Darüber hinaus ist das Zelt an sich eine Herausforderung.

Einwandige Modelle neigen bei Regen zur Tropfenbildung im Inneren. Anders als der Mensch achtet der Hund nicht darauf, Berührungen mit der feinen Außenhaut zu vermeiden. Die Lösung sind Zelte, die einen abgetrennten Schlafbereich haben wo der Hund im Vorraum bleiben kann oder doppelwandige Zelte.