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Ein Experiment: Survival Training, ganz auf sich gestellt sein

Ja, die Zivilisation hat ihre Vorteile, die Sie normalerweise auch ganz selbstverständlich in Anspruch nehmen.
Ein Experiment: Survival Training, ganz auf sich gestellt seinAber wenn Sie doch einmal testen wollen, wie Sie in der Natur ohne alles zurecht kommen, würde sich ein Experiment anbieten, bei dem Sie ziemlich allein mit Ihrem Zelt sind. Eine echte Herausforderung!

Sie können, da ja alles nur gespielt ist, die Regeln bei diesem Experiment selbst bestimmen. Sehr reizvoll und offensichtlich die Persönlichkeit fördernd ist der Ansatz, sich einmal ohne das ganze Zubehör, das der hightech Camper nutzt, auf eine Tour zu begeben.

Damit Sie nicht hoffnungslos in der Wildnis verloren gehen und schön brav am Montag wieder im Büro erscheinen können, ist es sinnvoll, sich ein Gelände zu suchen, das Sie grob kennen, zum Beispiel einen Wald nahe Ihrer Heimatstadt. Dahin können Sie ganz locker mit dem Vorortbus gelangen. Dann beginnt aber auch das Abenteuer!

Starterpaket:  Das Zelt aufschlagen - oder ein Bett im Kornfeld suchen 

Sie haben also in Ihrer selbst gewählten Einsamkeit, die mehrere Tage dauern wird, nur das Nötigste mit. Das heißt, Sie sind mit wirklich leichtem Gepäck unterwegs, das nicht viel mehr als die Zahnbürste, eine Wasserflasche, eine Rollmatratze und das Zelt enthält.

Gut, ein bisschen Seife, ein Handtuch, einen Pyjama erlauben Sie sich noch, aber grundsätzlich gehen Sie davon aus, dass Sie mit nichts starten. Kreieren Sie eine Grundstimmung, die Ihnen erlaubt, sich wie der erste - oder der letzte - Mensch auf Erden zu fühlen.

Sie haben Ihr Zelt mit, das Sie als erstes aufstellen. Oder, Option 2, Sie verzichten sogar auf diese Schutzhülle und machen es sich hinter einem Busch oder im Kornfeld bequem. Das klingt spannend? Egal, welche Form Sie wählen, das Alleinsein ist der Hauptaspekt.

Wie verbringe ich die Zeit?

Stellen Sie sich Ihr momentanes Dasein als Dauerzustand vor, das hilft schon mal. Sie müssen jetzt also entscheiden, wie Sie den vor Ihnen liegenden Tag gestalten. Was müssen Sie tun, damit der Abend nett wird und Sie die Nacht so einläuten, dass Sie nicht vor Angst vor Tieren etc. umkommen?

Sie müssen sich einstimmen, auf die Natur als positivem Impulsgeber, und darauf, dass Sie für kurze Zeit allein mit dieser Natur zu "tun" haben. Das Wort "kämpfen" lassen Sie einfach weg. Sie gehen also jetzt los und entdecken vermutlich tolle Sachen, die Sie essen könnten. Also geht es jetzt auf die Jagd!

Blätter, Beeren, alles, was essbar ist

Wenn Sie ein Survivalist sein wollen, haben Sie nicht heimlich die Chips und eine Pulle Wein mitgebracht, sondern verlassen sich darauf, dass Ihr Weg Ihnen schon Ess- und Trinkbares bescheren wird. Das baut ganz nebenbei Vertrauen auf, und Sie können einfach in Ihrer neuen Umgebung auf Streiftour gehen.

Sie entdecken Brombeeren, wenn die Saison danach ist, Sie entdecken Blätter, die den sauteuren Wildsalatblättern aus dem hippen Café in einer fernen Zivilisation entsprechen, und fangen an, sich auf Ihr Abendessen, also Pesto a la Löwenzahn - zu freuen.

Rohkost oder Gekochtes? 

Sie können sich, wenn Sie jetzt so richtig zum Sammler mutiert sind, auch schon Gedanken machen, was Sie mit den gefundenen Sachen genau anfangen wollen. Sie können sich auf Rohkost, sehr trendy, verlegen und all Ihre Blätter und Gräser einfach in eine doch mitgebrachte Schüssel geben. Dazu gibt es Brombeersaft, muss eben für die Zeit gehen.

Vielleicht packt Sie aber auch der Ehrgeiz und Sie wollen ein Feuer machen, um die Sachen zu erhitzen. Wie kriegt man das Feuer an? Version 1, Sie nehmen Streichhölzer mit, auch als Version "light" bekannt. oder Sie versuchen, ein Feuer mit Hilfe von Feuersteinen zu entfachen. Dazu Äste heran geschafft, und es kokelt bald nett.

Sie werfen also Ihre Kartoffeln oder Maiskolben ins Feuer und beobachten, was passiert. Viel, denn Sie müssen die Sachen ja auch wieder heraus holen. Aber dann - eine heiße, selbst gefangene Kartoffel ist das Optimum der Survival-Gourmetküche!

Bettschwer nach einem Tag in der Natur

Sie haben jetzt schon ordentlich was geschafft und können mit dem Bauch voller Gemüse oder nur Blättern daran gehen, sich auf die Nacht einzustimmen. Kein TV weit und breit, das Smartphone wirft nur kleine Bilder.

Was tun? Sie haben natürlich ein Buch mit, eins von der Sorte, die Sie sonst nicht lesen können - keine Zeit! Das können die Buddenbrooks sein, das Kamasutra oder auch ein Survival Guide.

Sie sitzen also bei selbst entfachtem Feuerschein vor Ihrer Hütte und denken, dass das Leben doch so einfach sein kann. Lesen ermüdet, wie Sie merken werden, so dass es für Sie heißen wird, der Schlaf vor Mitternacht ist der beste. 

Welche Orte eignen sich für ein Survival Training? 

Wenn Sie der ersten Nacht noch eine weitere haben folgen lassen, sind Sie dem Gefühl des allein auf der Welt Seins schon gut auf die Schliche gekommen.

Sie kehren also etwas dreckig, aber super zufrieden in Ihre Wohnung zurück und sehen dort alles mit ganz neuen Augen: Oh, Wasser aus dem Hahn, oh, ein Herd, der sofort heiß wird! Hmm, das Lachsfilet, das Sie nur in die Pfanne werfen müssen - das ist doch das Paradies.

Aber, Sie merken auch, dass sich etwas verändert hat und sinnen darüber nach, wie und wohin Sie noch mal eine solche Tour machen können. Sie können die nächsten Wochen damit verbringen, sich Ziele auszudenken. Dabei könnte diese Liste ganz hilfreich sein.

Mögliche Orte für Survivalists:

  • Der heimische Garten. Diese Lösung ist, zugegeben, etwas feige, aber auch sie kann Challenges bereit halten. So können die Schnecken, über die Sie sich sonst wegen der Erdbeeren ärgern, nämlich nun Ihr Zelt invadieren. Halten Sie das aus?

  • Ein Strand in der Nähe. Diese Lösung, egal, ob Sie am Meer leben oder nur ein See mit etwas Sand lockt, hat definitiv etwas . Sie haben hier ein wenig Wasser für die Katzenwäsche, Sie können morgens erst mal schwimmen gehen, so dass dies schon fast ein Luxus Survivalist Ort ist.

  • Ein Wald. Das ist sozusagen die Königsklasse für Survivalists. Sie haben hier zwar einen Schutz, aber auch jede Menge Mücken, Zecken etc. zu erwarten. Auch kann der Boden unangenehm feucht unter dem Popo werden. Aber wenn Sie ein paar Tage an einem solchen Ort verbracht haben, können Sie sich auf die Schulter klopfen und sagen: "Ich kann überall überleben, mich kann nichts mehr schocken". Sie haben also die Wahl - machen Sie dieses Experiment doch einmal, das Wesentliche wartet auf Sie, was immer es sein mag.