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Praxistipps

Zecken und Mücken - sicher durch den Campingurlaub

Die schönsten Campingplätze liegen in Wäldern, auf Wiesen, an Bächen und am Strand. Doch machen Sie beim Camping unweigerlich Bekanntschaft mit lästigen und gefährlichen Begleitern, denn Mücken und Zecken sind in der gesamten Saison aktiv.
Zecken und Mücken - sicher durch den Campingurlaub

Zecken und Mücken - sicher durch den Campingurlaub

Der Campingurlaub ist durch viel Zeit in Mutter Natur gekennzeichnet. Die schönsten Campingplätze liegen in Wäldern, auf Wiesen, an Bächen und am Strand. Doch machen Sie beim Camping unweigerlich Bekanntschaft mit lästigen und gefährlichen Begleitern, denn Mücken und Zecken sind in der gesamten Saison aktiv. Durch richtiges Verhalten, chemische und natürliche Repellentien lassen sie sich in Schach halten.

Die Belästigungsrate - ein Unterschied wie Tag und Nacht

Zecken und Mücken gehören ganz klar zu den Quälgeistern der Natur. Dabei wird nicht jeder Mensch gleichstark belästigt. Sie fühlen sich von manchen Personen fast magisch angezogen, während andere kaum in ihrem Fokus liegen.

Laut Volksmund liegen die Gründe im "süßen Blut", wohingegen sich die Problematik wissenschaftlich als vielschichtiger darstellt. Blut- und genetisch bestimmter, individueller Schweißgeruch, CO2-Gehalt der Atemluft und Parfums locken besonders Mücken in Scharen an, doch auch Zecken beißen nicht Jeden gleich gerne.

Die Aufenthaltsorte der Quälgeister

Mücken brauchen zur Reproduktion stehende Gewässer, jedoch genügt aufgrund des kurzen Larvenstadiums auch eine Pfütze im Wald. Dementsprechend ist zwar an Seen vermehrt mit Mücken zu rechnen, doch auch in Wäldern, Auen, auf Wiesen und sogar in Höhenzügen treten sie auf.

Größer ist das Missverständnis über den Aufenthaltsort von Zecken. Sie sollen sich von Bäumen in die Tiefe fallen lassen und so ihren Wirt finden. Dies stimmt keineswegs, denn sie lauern im Gegenteil im Strauchwerk und auf hohen Gräsern.

Lange, in die Socken gesteckte Hosen und langärmlige Kleidung verhindern, dass die Tiere bis auf die Haut vordringen und zustechen können. Dennoch sind Hände und Gesicht frei zugänglich, sodass der Wunsch nach weiteren Abwehrstoffen ungebremst ist, denn Mücken- und Zeckenstiche jucken nicht nur, sie können auch gefährliche Krankheiten hervorrufen.

Zecken und Mücken - das Risiko reist mit

Dass Zecken Überträger von Krankheiten sind, haben Sie sicher schon einmal gehört. Bestimmt denken Sie nun an die Frühsommer-Meningitis (FSME), die vor allem im Süden Deutschlands verbreitet ist und gegen die ein wirksamer Impfstoff vorliegt.

Auch Borreliose ist keine Unbekannte. Wissenswert ist jedoch, dass es gegen die Borreliose, eine durch Borrelien ausgelöste Erkrankung, keinen Impfstoff gibt und dass diese Erreger viel verbreiteter sind als die FSME. Nicht nur im Süden der Republik oder Südeuropa, sondern bis in den Süden Schwedens gibt es infizierte Zecken.

Darüber hinaus können Zecken auch die Babesiose übertragen. Die besonders in Auen vorkommende Auwaldzecke überträgt die "Europäische Malaria". Sie ist eine ernste Erkrankung, die durchaus vergleichbar mit der Tropenform ist und einer intensiven Medikation bedarf.

Mücken übertragen besonders in den Tropen diverse Virusinfektionen. Während sie in Deutschland meist nur juckende Pusteln verursachen, überträgt die ausschließlich nachtaktive Sandmücke in Südeuropa die Leishmaniose.

Abwehrstoffe - chemisch oder natürlich

Chemische Abwehrstoffe gegen Mücken und Zecken haben häufig Nebenwirkungen zur Folge, denn die Cremes oder Sprays führen nicht selten zu Hautreizungen und Juckreiz. Gegen Mücken und Zecken haben sich vor allem Icaridin und Diethyltoluamid (DEET) als wirksam gezeigt. Leider bieten beide keineswegs einen 100%-igen Schutz.

Natürliche Mittel wirken ebenfalls nicht 100%-ig und sind nicht bei jedem Menschen gleich effektiv. Dennoch gibt es eine Reihe wirkungsvoller Abwehrmittel, die keine Nebenwirkungen zeigen. Vorsicht und das Absuchen nach Zecken gehört am Abend dennoch zum Pflichtprogramm.

Wirksame natürliche Mittel gegen Mücken sind Nelken, Citronella, ätherische Öle und Rauch, etwa durch Feuer oder Räucherstäbchen.

Gegen Zecken zeigt sich der Genuss von Knoblauch, Zwiebeln, Bierhefe und Curry als wirkungsvoll. Diese verursachen nicht nur Mundgeruch, sondern verändern auch die chemische Zusammensetzung des Schweißes und mutmaßlich den Geschmack des Blutes. Äußerlich aufgetragenes Kokosöl und diverse ätherische Öle sollen die Zecken ebenfalls abschrecken.