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Falsches Wetter gibt es nicht - Sintfluten und Co. locker meistern

Sie sind gerade darum ein so großer Fan des Camping, weil Sie Wind und Wetter dabei so schön nah sein können.
Falsches Wetter gibt es nicht - Sintfluten und Co. locker meisternNichts ist schließlich schöner, als nur kurz das Zelt zu öffnen und sich direkt von der Sonne anlachen oder küssen zu lassen.

Nur, was tun Sie, wenn Sie nicht die Sonne küsst, sondern über Tage ein wilder Sturm über Ihr Zelt hinweg fegt oder Sie vor lauter Pladdern nachts nicht  schlafen können? Hier kommen die passenden Strategien.

Ein Sturm tost, die Zeltwände vibrieren

Sie haben es zwar in Ihrem Smartphone als Voraussage schon kommen gesehen, es aber dennoch nicht so recht glauben können: Ein Sturm ist nicht nur im Anzug, er ist bereits da.

Es wird also plötzlich ganz schön ungemütlich um Sie herum, und Sie bohren als erstes die Heringe ganz tief in die Erde, besser ist besser.

Nun sitzen Sie also schlotternd und missgelaunt da und denken sich oder äußern es auch laut: Wie schön wäre es doch, jetzt zu Hause zu sein, da würden wir die Heizung anstellen, den TV auf leichte Kost setzen und uns an dem Tosen des draußen wütenden Sturms erfreuen.

Träumen Sie nicht Ihr Leben, leben Sie Ihren Traum und steuern Sie, wenn es ganz arg kommt, einfach für eine Nacht oder so ein Hotel an. Im Zimmer stellen Sie dann die Heizung  und den TV an und denken Sie sich, wie tapfer Sie sich als Camper doch schlagen.

Illusionen sind schließlich dazu da, dass man ihnen anhängt!

Es regnet und regnet

Auch das kommt leider häufiger in unseren Breitengraden vor. Es regnet über Wochen, auch wenn offiziell Hochsommer und Sonne satt sein müssten.

Sie als cleverer Camper und als tougher Geselle sind auf so etwas natürlich bestens vorbereitet. Sie haben alles dabei, was man für einen solchen Matschkram braucht: Sie haben dicke Gummistiefel dabei, einen Friesennerz und natürlich auch genug warme Pullover, falls ein Temperatursturz ins Zelt steht.

Und da Sie mit den tollen Sachen ja nicht nur im Zelt sitzen wollen, gehen Sie hinaus. Und was Sie dort erwartet, kann einen ganz eigenen Zauber haben. Sie und eventuelle Familienmitglieder sind die einzigen Menschen auf der Welt!

Boa, wie sich das anfühlt, wenn Sie über das nasse Stoppelfeld glitschen, durch einen Wald schlurfen, dessen Boden so schön nach Pilzen duftet.

Sie stehen da und und singen in the Rain. Ist das zu toppen? Vermutlich nicht!

Die Sonne scheint bei Tag und Nacht! Eviva!

Auch das kann passieren, selbst in Mecklenburg Vorpommern: Sie haben Ihren Campingurlaub für den Juli gebucht und kriegen voll einen so genannten "Jahrhundertjuli" ab. Will sagen, es ist schweineheiß, so heiß, dass sogar die Stangen am Zelt anfangen, sich zu biegen.

Ihre Kühltasche kommt ihren Verpflichtungen auch nur noch bedingt nach, so dass Sie bald schon lauwarmes Bier trinken müssen. Sie fangen also an, das Wort "Klimawandel" mit Sinn und Inhalt zu füllen, denken sich aber auch: jetzt erst recht!

Ist doch ganz wunderbar, Sie müssen fast nichts anziehen. Der Bikini oder die Badehose sind schon fast zu viel, Sie liegen den ganzen Tag nur träge in der Sonne bzw. unter Ihrem provisorischen Sonnensegel und denken: So könnte es ewig weiter gehen. Nichts zu tun, nur sich leise Luft zu zu fächeln, wenn das nicht die Batterien auflädt!

-> Tipps und No Gos für das Leben im Nudistencamp

Grau, alles grau

Dann gibt es noch dieses fiese Wetter, das all denen, die dazu neigen, in Depressionen zu fallen, auch das Leben auf dem Campingplatz zur bleischweren Last macht.

Es ist grau, morgens grau, mittags grau und abends schon wieder grau. E ist nicht mal so kalt, nein, darüber können Sie nicht klagen, auch wenn das gut wäre, es ist piewarm, aber eben grau.

Was tun? Sehen Sie das Grauen als Ihre Chance, sich gepflegt und ausgiebig zu betrinken, frei nach dem Motto: "Was soll man sonst tun bei so einem Wetter?"

Natürlich könnten Sie alles Mögliche bei so einem Wetter tun, nämlich etwas für Ihre Bildung tun und Kirchen und Aquädukte besichtigen.

Sie könnten das dicke Buch über Kant und Hegel lesen und es anschließend mit der Familie angeregt und kontrovers diskutieren, Sie könnten stricken oder eine Collage anfertigen.

Aber nein, das alles wollen Sie nicht, Sie haben nun einmal den Blues, und den wollen bzw. können Sie nur mit Hilfe einer großen Buddel Rum bekämpfen.

Tun Sie das ruhig, Sie sind schließlich im Urlaub, und auch solche Phasen hält das Camperleben nun einmal bereit. Und morgen, versprochen, scheint auch wieder die Sonne (die Sie mit Ihrem dicken Kopf vermutlich verfluchen) oder ein Orkan schüttelt Ihr Zelt - wer weiß das schon!?

Der Klügere gibt nach - der gepflegte Rückzug

Dann gibt es noch, egal wie misslich Sie das Wetter empfinden, die Variante, dass Sie das Experiment Camping einfach aufgeben. Dauernasse Socken und ein Wetter zum sich Aufknüpfen müssen Sie nicht erdulden, denn Sie haben ja noch Ihr Zuhause, das Ihnen Schutz und Entertainment bietet.
Bevor Sie also auf Krampf Ihre drei gebuchten Wochen abfeiern, reisen Sie ab - auch das ist eine gute, sogar souveräne Art, mit dem Wetter klar zu kommen.